Veranstaltungen 2018

Vortrag am Dienstag, 8. Mai, 19.00 Uhr

„Der Maybach-Motor VL2“
Wie ein Luftschiffmotor nach 70 Jahren wieder lauffähig wurde

Referent: Professor Dr. Ing. Martin Freitag
Ort: Graf-Soden-Zimmer im Graf-Zeppelin-Haus, Olgastr. 20, 88045 Friedrichshafen

Alle interessierten Besucher sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

An der Dualen Hochschule Baden-Württemberg haben Studierende 2005 einen Maybach-Motor Typ VL2 wieder lauffähig gemacht und in Betrieb genommen. Mit fünf dieser Motoren wurde einst das Luftschiff LZ 127 „Graf Zeppelin“ betrieben, das 1929 gebaut wurde. Ein VL2-Motor hatte eine Leistung von 570 PS. Professor Freitag, der damals das Projekt leitete, berichtet von der Arbeit am Motor und zeigt dabei auch in einem Film den ersten Lauf des Motors nach 70 Jahren.

Professor Dr. Ing. Martin Freitag war bis Oktober 2017 Leiter des Technikcampus der DHBW in Friedrichshafen. Davor war er elf Jahre bei der MTU Friedrichshafen tätig; auch nach seiner Pensionierung ist er weiterhin in Lehre und Forschung an der DHBW aktiv. Den Freundeskreis Maybach Museum e.V. unterstützt er maßgeblich durch die Begleitung von Studienarbeiten zu besonderen Maybach-Konstruktionen.

Vorschau 2018

Freitag, 29. Juni, 16.30 Uhr

Vorführung historischer Motoren in laufendem Zustand
(weitere Informationen folgen)

Dienstag, 23. Oktober, 19.00 Uhr

Filmabend Karl Maybach
(weitere Informationen folgen)

Bei Fragen schreiben Sie uns eine E-Mail an freundeskreis@maybach.org oder hinterlassen uns eine Nachricht unter 07541/3562530. Wir informieren Sie gerne.

Rückblick

Ein großer Erfolg für unseren Freundeskreis

Unsere Maybach-Ausstellung „IN DER LUFT, ZU WASSER UND ZU LAND“ im Stadtarchiv Friedrichshafen haben wir am 21. Januar 2018 mit einer Finissage für unsere Mitglieder und Unterstützer glücklich abgeschlossen. 2061 Interessierte haben die Ausstellung gesehen, in Führungen etwas über die genialen Konstruktionen von Wilhelm und Karl Maybach, ihre Lebens- und Unternehmensgeschichte gelernt und unsere Vorträge und Filmabende im Rahmenprogramm besucht.

Innerhalb von zwei Jahren hat der Freundeskreis über 2.300 Objekte, Dokumente, Fotografien und Zeitzeugnisse zusammengetragen. Aus dieser Sammlung zeigten wir von September 2017 bis Januar 2018 ausgewählte Stücke und präsentierten damit das Wirken von Wilhelm und Karl Maybach sowie Einblicke in die Unternehmensgeschichte des Maybach-Motorenbaus. Der zeitliche Bogen umspannte die Jahre zwischen 1883 und 1969.

Wilhelm und Karl Maybach schrieben Mobilitätsgeschichte. Mit dem ersten schnelllaufenden Verbrennungsmotor Wilhelm Maybachs fing alles an; der erste Mercedes-Personenwagen krönte sein Wirken. Karl Maybach entwickelte und produzierte Antriebssysteme für Zeppeline, Flugzeuge, Schiffe, Triebwagen und stationäre Anwendungen. Seine luxuriösen Automobile wurden weltberühmt.

Die Themeninseln der Ausstellung zeigten diese besonderen Leistungen anhand von Produktmodellen, Abbildungen, Fotos und Texttafeln. Die erhaltenen Zeitzeugnisse vermittelten die maybachsche Wertekultur, die von Anfang an die Unternehmenskultur prägte. Die Vermittlung der Unternehmensgeschichte ließ auch die bereits 1920 eingerichtete duale Lehrlingsausbildung im gesamten Zeppelinkonzern nicht aus. Einen Rahmen für die Ausstellungsinhalte bildeten die Biografien Wilhelm und Karl Maybachs.

Das Rahmenprogramm mit insgesamt 37 Gruppenführungen, vier Vorträgen und zwei Filmabenden zog alleine 910 Besucher in die Ausstellung und zeigte, wie bedeutsam die maybachschen Innovationen für die weltweite Mobilitätsgeschichte waren. Unsere Referenten Georg Ruetz und Otto Reifenscheid hielten Fachvorträge über die Dieselmotorenentwicklung und die 12-Zylinder-Motoren bei Karl Maybach. Christoph Felder, Schulleiter des Karl-Maybach-Gymnasiums in Friedrichshafen, sprach über Maybach-Geist und Maybach-Schule und führte sein Publikum damit in die Wertekultur des Unternehmens Maybach-Motorenbau ein. Zu guter Letzt entführten uns Dr. Fritz Hardach und Klaus Schellenberger in die wunderbare Welt der Maybach-Automobile.

Die Filmabende nahmen die Besucher mit auf eine Zeitreise. Den ersten Abend nutzten wir, um den Weg des Waisenjungen Wilhelm Maybach zu nachzuvollziehen, der eigentlich keine Bildungs- und Aufstiegschancen gehabt hätte und doch zum begnadeten Erfinder und Konstrukteur des ersten schnelllaufenden Benzinmotors und des ersten Mercedes-Automobils wurde. Den zweiten Filmabend widmeten wir Karl Maybach und zeigten bedeutsame Stationen des Maybach-Motorenbaus zwischen 1909 und 1969, wie etwa den Bau des ersten Maybach-Benzin-Flugmotors nach dem Unglück des Zeppelin LZ 4 in Echterdingen 1909.

Wir danken allen unseren Besuchern für ihr großes Interesse!